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Was ist SEO? Einfach erklärt für KMU in der Schweiz

Jonathan Lao5 Min. Lesezeit

Kurze Antwort

SEO steht für Search Engine Optimization, auf Deutsch Suchmaschinenoptimierung. Laut Google geht es darum, Suchmaschinen beim Verstehen der eigenen Inhalte zu unterstützen, damit die Website bei passenden Suchen erscheint. Für ein KMU umfasst SEO vier Bereiche: Technik, Inhalte, Verlinkung und den lokalen Auftritt.

Was ist SEO: die vier Bereiche Technik, Inhalte, Links und lokaler Auftritt im Überblick

Was ist SEO? Der Begriff steht in jeder zweiten Offerte, und selten erklärt jemand, was dahintersteckt. Oft klingt es nach einem Trick, den man einkauft.

Das ist es nicht. SEO ist die Arbeit daran, dass eine Website gefunden wird, wenn jemand nach dem sucht, was du anbietest. Dieser Artikel erklärt den Begriff, zeigt, wie die Google-Suche funktioniert, teilt SEO in vier überschaubare Bereiche und sagt, was ein Schweizer KMU davon selbst erledigen kann.

Was ist SEO überhaupt?

SEO ist die Abkürzung für Search Engine Optimization, auf Deutsch Suchmaschinenoptimierung. Google selbst beschreibt die Aufgabe so: Es gehe darum, «Suchmaschinen dabei zu unterstützen, deine Inhalte zu verstehen», und den Menschen zu helfen, die Website zu finden (Google SEO-Starterleitfaden).

Wichtig ist, was SEO nicht ist. Es ist kein Kauf von Plätzen: Google hält ausdrücklich fest, dass es sich nicht dafür bezahlen lässt, eine Website im Ranking höher einzustufen (So funktioniert die Suche). Anzeigen über Google Ads erscheinen gekennzeichnet über oder neben den Ergebnissen und verändern die normalen Treffer nicht.

SEO ist auch kein einmaliges Projekt. Mitbewerber ändern ihre Seiten, Google ändert seine Systeme, und deine Leistungen ändern sich ebenfalls. Realistisch ist eine Grundinvestition am Anfang und danach regelmässige Pflege.

Wie funktioniert die Google-Suche?

In drei Schritten. Google beschreibt sie als Crawling, Indexierung und Bereitstellen von Suchergebnissen (Google: So funktioniert die Suche).

Crawling: Automatische Programme laden Seiten herunter, die sie über Links oder eine eingereichte Sitemap finden. Indexierung: Google analysiert, worum es auf der Seite geht, und speichert sie im Index. Bereitstellung: Bei einer Suche sucht Google im Index nach passenden Seiten und sortiert sie nach Qualität und Relevanz.

Wie die Google-Suche funktioniert: Crawling, Indexierung und Bereitstellen der Ergebnisse

Zwei Sätze daraus sind für KMU entscheidend: Google garantiert weder das Crawling noch die Indexierung, und eine indexierte Seite erscheint nicht automatisch in den Ergebnissen. Deshalb beginnt SEO bei der Technik und nicht beim Text.

Praktisch heisst das: Eine neue Seite wird vor allem über Links von bereits bekannten Seiten gefunden. Blockieren Serverfehler, eine Regel in der Datei robots.txt oder eine Noindex-Angabe im Quelltext den Zugriff, nützt der beste Text nichts. Genau diese Punkte prüft ein Audit zuerst.

Die vier Bereiche von SEO

Statt einer langen Liste von Massnahmen hilft eine Einteilung in vier Bereiche.

Technik. Ist die Seite erreichbar, schnell und auf dem Handy brauchbar? Kann Google sie lesen? Hier liegen die Fehler, die alles andere blockieren.

Inhalte. Gibt es für jede Leistung eine Seite, die die Frage der Kundschaft beantwortet? Dazu gehören klare Seitentitel. Laut Google ist ein guter Titel einzigartig für die Seite, klar und prägnant.

Verlinkung. Intern, damit Google und Menschen von einer Seite zur nächsten kommen. Extern, weil die überwiegende Mehrheit der neuen Seiten laut Google über Links gefunden wird.

Lokal. Das Google-Unternehmensprofil, Öffnungszeiten, Adresse, Bewertungen. Für einen Betrieb mit Einzugsgebiet ist das der wichtigste Bereich.

Die vier Bereiche von SEO: Technik, Inhalte, Verlinkung und lokaler Auftritt

Welche Reihenfolge sinnvoll ist, beschreibt unser Artikel dazu, wie eine Webseite bei Google gefunden wird.

Zwei Begriffe aus Offerten lassen sich hier einordnen. Onpage-SEO umfasst alles auf der eigenen Website: Technik, Inhalte, Titel und interne Links. Das ist der Teil, den du vollständig in der Hand hast, und der Teil, bei dem die Arbeit an den eigenen Seiten beginnt.

Offpage-SEO meint alles ausserhalb: Verweise von anderen Websites, Verzeichnisse, Erwähnungen. Hier entscheidest du nicht allein, deshalb dauert der Aufbau von Verweisen länger und braucht echte Anlässe wie Partnerschaften, Vereine oder Fachbeiträge.

Lokale SEO: so sortiert Google in Maps

Für lokale Ergebnisse nennt Google drei Faktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit (Google: lokales Ranking verbessern).

Relevanz heisst, wie gut das Profil zur Suche passt; vollständige Angaben helfen dabei. Entfernung meint den Abstand zum Standort der suchenden Person. Bekanntheit speist sich unter anderem aus Erwähnungen im Netz sowie aus Zahl und Qualität der Bewertungen.

Daraus folgt eine kurze Liste für einen Betrieb in der Zentralschweiz:

  • Unternehmensprofil bestätigen und vollständig ausfüllen, inklusive Kategorie und besonderer Öffnungszeiten.
  • Bewertungen beantworten, auch die unangenehmen.
  • Eigene Fotos statt Stockbilder hinterlegen.

Google hält im selben Dokument fest, dass sich ein besseres lokales Ranking nicht einfordern lässt, auch nicht gegen Bezahlung. Wer das verspricht, verspricht etwas, das er nicht liefern kann.

Was bedeutet SEO für KI-Antworten?

Dasselbe wie bisher, mit einer Ergänzung. Google schreibt in seinem Leitfaden zur generativen KI-Suche, dass die bekannten SEO-Grundlagen weiterhin relevant sind und dass die Optimierung für die KI-Suche aus Sicht der Google-Suche eine Optimierung für die Suche insgesamt ist (Google: Leitfaden für generative KI-Suche).

Neue maschinenlesbare Dateien, KI-Textdateien oder zusätzliches Markup sind dafür laut Google nicht nötig. Auch strukturierte Daten sind keine Voraussetzung, bleiben aber für Rich-Suchergebnisse empfohlen.

Was Google zusätzlich betont: eigene, nicht alltägliche Inhalte mit einer eigenen Perspektive statt der Wiederholung dessen, was schon im Netz steht. Für ein KMU heisst das konkret: eigene Preise, eigene Abläufe, eigene Antworten auf die Fragen der Kundschaft.

Was am Hype um «GEO» dran ist und was nicht, haben wir in SEO und GEO auseinandergenommen.

Was kannst du selbst tun?

Einen grossen Teil. Google schreibt selbst, dass ein kleines lokales Unternehmen die meiste Arbeit wahrscheinlich selbst erledigen kann (Google: Brauche ich einen SEO?).

Was ein KMU selbst tun kann: Search Console, Unternehmensprofil, eine Seite pro Leistung, Titel und interne Links

Diese fünf Schritte brauchen kein Budget, nur Zeit:

  1. Search Console einrichten. Sie ist kostenlos und zeigt, für welche Begriffe du bereits erscheinst.
  2. Unternehmensprofil pflegen. Angaben, Fotos, Öffnungszeiten, Bewertungen.
  3. Pro Leistung eine Seite. Drei Leistungen heissen drei Seiten, nicht eine Sammelseite.
  4. Titel überarbeiten. Je Seite ein eigener, klarer Titel mit dem Begriff, nach dem die Kundschaft sucht.
  5. Intern verlinken. Von der Startseite auf die Leistungsseiten und zwischen verwandten Seiten.

Geduld gehört dazu: Laut Google wirken manche Änderungen innerhalb weniger Stunden, andere erst nach mehreren Monaten.

Wann lohnt sich Hilfe, und wie geht es weiter?

Dann, wenn der Wettbewerb in deiner Branche gross ist, die Website technische Probleme hat oder die Zeit fehlt. Unsere Richtwerte: ein einmaliges Audit mit Prioritätenliste ab wenigen Hundert Franken, eine laufende Betreuung ab rund 500 Franken im Monat. Die Preismodelle vergleicht unser Artikel dazu, was SEO kostet.

Ein guter Mittelweg: das Audit einkaufen und die Liste selbst abarbeiten.

So startest du in dieser Reihenfolge:

  1. Search Console einrichten und zwei Wochen Daten sammeln.
  2. Die drei wichtigsten Suchbegriffe deiner Kundschaft aufschreiben.
  3. Prüfen, ob es für jeden eine eigene Seite gibt.
  4. Nach drei Monaten in der Search Console vergleichen.

Wie wir dabei vorgehen, steht auf unserer Seite zur Suchmaschinenoptimierung.

Häufige Fragen

Was ist ein Keyword?
Ein Keyword ist der Begriff, den jemand in die Suche eintippt, zum Beispiel «Sanitär Notfall Altdorf». Für die eigene Website zählt nicht das Wort mit den meisten Suchen, sondern das, bei dem Suche und Angebot zusammenpassen. Ein Keyword pro Seite genügt, dazu die naheliegenden Varianten.
Braucht jede Seite meiner Website SEO?
Nein. Impressum, Datenschutzerklärung und Dankesseiten brauchen keine Optimierung, sie sollen nur erreichbar sein. Arbeit lohnt sich auf den Seiten, über die Kundschaft einsteigt: Startseite, Leistungsseiten und Beiträge, die eine konkrete Frage beantworten. Fang mit den drei wichtigsten an.
Brauche ich SEO, wenn ich schon Google Ads schalte?
Die beiden ergänzen sich. Anzeigen bringen ab dem ersten Tag Sichtbarkeit und kosten pro Klick, SEO braucht Monate und wirkt danach ohne Klickkosten. Wer beides nicht bezahlen kann, startet meist mit Anzeigen für die dringendsten Suchen und baut SEO parallel auf.
Was ist SEO-Marketing?
Der Begriff meint meistens dasselbe wie SEO, manchmal auch die Kombination aus Suchmaschinenoptimierung, Anzeigen und Inhalten. Weil die Bedeutung schwankt, lohnt sich bei Offerten die Rückfrage, welche Leistungen genau enthalten sind: Technik, Texte, Unternehmensprofil, Reporting oder alles zusammen.
Jonathan Lao, Geschäftsführer der PortalWeb GmbH

Geschrieben von

Jonathan Lao

Geschäftsführer, PortalWeb GmbH

Jonathan Lao ist Geschäftsführer der PortalWeb GmbH mit Sitz in Altdorf, Kanton Uri. Er begleitet Schweizer KMU bei der Konzeption und Entwicklung von Unternehmenswebsites und Online-Shops sowie bei Suchmaschinenoptimierung und Online-Marketing.