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SEO und GEO: Was wirklich hilft, in KI-Antworten zu landen

Jonathan Lao6 Min. Lesezeit

Kurze Antwort

SEO und GEO verfolgen dasselbe Ziel: Deine Website soll gefunden werden, bei GEO als Quelle in KI-Antworten wie der Übersicht mit KI von Google oder ChatGPT. Google sagt offiziell, die Optimierung für die Suche mit generativer KI sei weiterhin SEO. Entscheidend sind indexierbare Seiten und eigene, konkrete Inhalte, keine Spezialdateien.

SEO und GEO: Suchergebnisse und eine KI-Antwort, die deine Website als Quelle nennt

Wer in der Schweiz etwas bei Google sucht, bekommt immer öfter zuerst eine Antwort, die eine KI zusammengestellt hat. Und die Menschen nutzen solche Dienste selbst: 2025 verwendeten laut Bundesamt für Statistik 47 Prozent der Bevölkerung generative KI (BFS).

Kein Wunder, dass dafür ein neues Kürzel die Runde macht: GEO. Hier findest du, was hinter SEO und GEO steckt, was Google offiziell dazu sagt und welche Massnahmen sich für ein KMU wirklich lohnen.

Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?

Bei SEO geht es darum, in der Ergebnisliste von Google gefunden zu werden. Bei GEO, kurz für Generative Engine Optimization, geht es darum, als Quelle in einer KI-Antwort vorzukommen: in der Übersicht mit KI von Google (oft KI-Übersicht genannt), im KI-Modus, in ChatGPT oder in Perplexity. Den Begriff hat eine Forschungsgruppe geprägt, die untersucht hat, wie Inhalte in solchen Antworten sichtbar werden (Aggarwal et al.).

Google sieht darin keine neue Disziplin. Im eigenen Leitfaden nennt Google die Optimierung für die Suche mit generativer KI «eine Optimierung für die Suche insgesamt und damit weiterhin SEO» (Google Search Central).

SEO GEO
Sichtbar als Treffer in der Ergebnisliste Quelle in einer KI-Antwort
Messung Positionen, Impressionen, Klicks KI-Impressionen, Nennungen, Besuche aus KI-Diensten
Grundlage indexierbare Seite mit guten Inhalten dieselbe

Andere Namen für dasselbe Thema sind generative Suchmaschinenoptimierung, AEO für Answer Engine Optimization oder schlicht KI-SEO.

Was sind die Übersicht mit KI und der KI-Modus?

Zwei Funktionen der Google-Suche, die es in der Schweiz bereits gibt.

Übersicht mit KI. Eine Zusammenfassung über den normalen Suchergebnissen, mit Links zu den Quellen. Google hat sie am 25. März 2025 in der Schweiz eingeführt, auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch (Google).

KI-Modus. Eine eigene Suchoberfläche, in der man Fragen im Dialog stellt und ausführlichere Antworten erhält. Seit dem 8. Oktober 2025 gibt es ihn in der Schweiz auf Deutsch, Französisch und Italienisch (Google).

Beide greifen auf den Google-Index zurück. Eine Seite, die Google nicht indexiert hat oder die kein Snippet zeigen darf, kann deshalb auch nicht als Quelle erscheinen. Ein Snippet ist der kurze Textauszug, den Google unter einem Suchergebnis anzeigt. Ausserdem darf die Website in der Search Console, dem kostenlosen Google-Werkzeug für Website-Betreiber, nicht von den KI-Funktionen ausgeschlossen sein.

Zeitstrahl: Übersicht mit KI seit März 2025, KI-Modus seit Oktober 2025, Google-Leitfaden Mai 2026, KI-Steuerung August 2026

Was bedeuten KI-Antworten für die Klicks auf deine Website?

Weniger Klicks pro Suche. Das zeigt eine Auswertung von Pew Research in den USA: Wer eine KI-Zusammenfassung sah, klickte nur bei 8 Prozent der Besuche auf Google-Suchseiten auf ein normales Suchergebnis, ohne Zusammenfassung bei 15 Prozent. Auf einen Link in der Zusammenfassung selbst wurde bei 1 Prozent der Besuche geklickt (Pew Research Center).

Mit Zusammenfassung wurde das Surfen ausserdem häufiger ganz beendet, bei 26 statt 16 Prozent der Besuche. Grundlage sind Browserdaten von 900 Erwachsenen im März 2025. Vergleichbare Zahlen für die Schweiz haben wir nicht gefunden.

Klicks mit und ohne KI-Zusammenfassung: 8 statt 15 Prozent auf Suchergebnisse, 1 Prozent auf Links in der Zusammenfassung

Google verschwindet damit nicht als Kanal. Aber sichtbar ist zunehmend, wer als Quelle genannt wird, auch wenn weniger Menschen weiterklicken.

Was sagt Google offiziell zur Optimierung für KI-Antworten?

Am 15. Mai 2026 hat Google einen eigenen Leitfaden veröffentlicht und klargestellt, dass die Spam-Richtlinien auch für KI-Antworten gelten. Die wichtigsten Aussagen:

  • Die Grundlagen bleiben. Eine Seite muss indexiert sein und mit einem Snippet in den Suchergebnissen erscheinen dürfen. Die Website darf in der Search Console nicht von den KI-Funktionen ausgeschlossen sein.
  • Eigene Inhalte zählen. Google spricht von «nicht alltäglichen Inhalten», also Wissen und Einschätzungen, die nicht auf hundert anderen Seiten stehen.
  • Für Menschen schreiben. Seiten sollen für die eigene Zielgruppe entstehen, nicht nur für die Suche mit generativer KI.
  • Keine llms.txt nötig. Solche Textdateien, die Inhalte eigens für KI aufbereiten, verwendet die Google-Suche nicht.
  • Keine Häppchen. Inhalte müssen nicht in winzige Abschnitte zerlegt werden.
  • Kein spezielles Schema. Strukturierte Daten, also zusätzliche Auszeichnungen im Code, sind für die Suche mit generativer KI nicht erforderlich.
  • Keine Seite pro Suchvariante. Wer für Suchvarianten eigene Seiten erstellt, hauptsächlich um Rankings oder KI-Antworten zu manipulieren, verstösst gegen Googles Spam-Richtlinien.

Laut Google zählen indexierte Seiten und eigene Inhalte für Menschen, nicht llms.txt, Häppchen oder Suchvarianten-Seiten

Was zeigen Studien über Inhalte, die KI-Systeme zitieren?

Das Forschungsfeld ist jung, und viele Zahlen zeigen Zusammenhänge, keine Beweise.

In der ursprünglichen GEO-Studie wurden Inhalte in KI-Antworten um bis zu 40 Prozent sichtbarer, wenn sie mit Zitaten, Statistiken und Quellenangaben ergänzt wurden. Das blosse Wiederholen von Keywords schnitt dagegen schlechter ab.

Die Studie hat allerdings Grenzen. Getestet wurde mit einem nachgebauten KI-Suchsystem auf Basis von GPT-3.5 und mit Perplexity, nicht mit den KI-Funktionen von Google. Die Autoren schreiben selbst, dass die Methoden womöglich angepasst werden müssen, wenn sich die Systeme weiterentwickeln. Und Seiten, die in der Google-Suche bereits auf Platz 1 standen, verloren durch zusätzliche Quellenangaben sogar an Sichtbarkeit.

Die Folgerung ist unspektakulär: Konkrete Zahlen, eigene Einschätzungen und belegte Aussagen helfen, egal ob ein Mensch oder eine KI den Text liest. Genau das verlangt Google ohnehin.

Welche SEO-Agentur versteht auch GEO?

Eine, die dir nichts verspricht, was sie nicht in der Hand hat. Diese Fragen helfen bei der Auswahl:

  • Beruft sie sich auf Googles Dokumentation oder auf Geheimtipps?
  • Arbeitet sie mit der Search Console? Seit dem 31. August 2026 bietet Google dort allen Websites weltweit eine Einstellung und einen Bericht zu den KI-Funktionen.
  • Verspricht sie Nennungen in KI-Antworten? Das kann niemand garantieren, so wenig wie einen Platz 1 bei Google.
  • Plant sie Massenseiten für Suchvarianten? Das verstösst gegen Googles Spam-Richtlinien.

Weitere Warnsignale bei SEO-Angeboten und was seriöse Arbeit kostet, beschreibt der Artikel Was kostet SEO in der Schweiz?

Wie wir arbeiten, steht auf unserer Seite zur Suchmaschinenoptimierung.

Wie optimierst du deine Website für KI-Antworten? Checkliste für KMU

Das lohnt sich:

  1. Indexierung prüfen. Sind deine wichtigen Seiten bei Google? Wie das geht, steht in Wie wird eine Webseite bei Google gefunden?
  2. Snippets und KI-Funktionen nicht blockieren. Wer Snippets unterbindet oder die Website in der Search Console ausschliesst, kann nicht als Quelle in der Übersicht mit KI erscheinen.
  3. Die Antwort früh bringen. Die wichtigste Aussage gehört an den Anfang einer Seite und jedes Abschnitts.
  4. Eigene Fakten aus der Schweiz. Preise in Franken, Abläufe, Rechtslage und Beispiele aus deiner Region.
  5. Quellen und Zahlen nennen. Belegte Aussagen sind glaubwürdiger, für Menschen wie für KI.
  6. Inhalte wirklich aktualisieren. Neue Zahlen einpflegen, nicht nur das Datum ändern.
  7. Echte Erwähnungen aufbauen. Verbände, Partner und regionale Medien statt gekaufter Einträge.

Das kannst du lassen: llms.txt für Google, Texte in Häppchen zerlegen, eigene Versionen für KI, eine Seite pro Suchvariante, Schema-Markup als KI-Hebel, gekaufte Erwähnungen und jede Form von Garantie. Bei der Umsetzung der Inhalte unterstützen wir dich mit Onpage SEO.

Häufige Fragen

Wie erscheint meine Website in ChatGPT?
Indem ChatGPT sie finden darf. Für die Suche in ChatGPT nutzt OpenAI den Crawler OAI-SearchBot und empfiehlt, ihn in der robots.txt zuzulassen, also in der Datei, mit der du Suchprogrammen den Zugriff erlaubst oder verbietest ([OpenAI](https://developers.openai.com/api/docs/bots)). Der GPTBot sammelt dagegen Inhalte für das Training der KI-Modelle und wird separat gesteuert. Eine Nennung in den Antworten ist damit aber nicht garantiert.
Kann ich verhindern, dass Google meine Inhalte für KI-Antworten nutzt?
Für die KI-Funktionen der Google-Suche ja. Seit dem 31. August 2026 gibt es in der Search Console für alle Websites eine Einstellung, mit der du deine Inhalte von der Übersicht mit KI, dem KI-Modus und den KI-Funktionen in Discover, dem Feed mit Artikelvorschlägen in der Google-App, ausschliessen kannst ([Google](https://support.google.com/webmasters/answer/16908024?hl=de)). Das Ranking in der normalen Suche beeinflusst sie laut Google nicht. Auf das Training der KI-Modelle wirkt sie ebenfalls nicht, dafür gibt es Google-Extended, ein eigenes Kennzeichen für die robots.txt.
Wie messe ich meine Sichtbarkeit in KI-Antworten?
Seit dem 31. August 2026 zeigt der Search-Console-Bericht zu generativen KI-Funktionen allen Websites die Impressionen in der Übersicht mit KI und im KI-Modus, auswertbar nach Land, also auch für die Schweiz. Besuche aus ChatGPT sind in der Webanalyse laut OpenAI am Parameter utm_source=chatgpt.com erkennbar. Vorsicht bei Tools, die Einblick in Googles interne Daten versprechen: Laut Google haben Drittanbieter keinen Zugang dazu.
Warum wird mir der KI-Modus nicht angezeigt?
Prüfe Sprache, Land und Konto. Der KI-Modus ist laut Google nur in bestimmten Ländern und Sprachen verfügbar, in der Schweiz seit dem 8. Oktober 2025 auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Bei beaufsichtigten Kinderkonten werden die Einstellungen über die Family-Link-App verwaltet. Du erreichst den KI-Modus über google.com/ai, über die Schaltfläche «KI-Modus» in den Suchergebnissen oder in der Google-App.
Jonathan Lao, Geschäftsführer der PortalWeb GmbH

Geschrieben von

Jonathan Lao

Geschäftsführer, PortalWeb GmbH

Jonathan Lao ist Geschäftsführer der PortalWeb GmbH mit Sitz in Altdorf, Kanton Uri. Er begleitet Schweizer KMU bei der Konzeption und Entwicklung von Unternehmenswebsites und Online-Shops sowie bei Suchmaschinenoptimierung und Online-Marketing.