PortalWeb

Was kostet SEO in der Schweiz? Preise und Modelle für KMU

Jonathan Lao6 Min. Lesezeit

Kurze Antwort

SEO kostet für ein Schweizer KMU ab wenigen Hundert Franken für ein einmaliges Audit mit Prioritätenliste und ab rund 500 Franken im Monat für eine laufende Betreuung. Die Onpage-Umsetzung, also die Optimierung von Seitentiteln, Überschriften und Texten, liegt für eine Firmenwebsite mit 10 bis 15 Seiten bei 1'500 bis 4'000 Franken.

Was kostet SEO in der Schweiz: Richtwerte für Audit, Onpage-Umsetzung und Betreuung

Was kostet SEO, also Suchmaschinenoptimierung? Die Antwort beginnt mit einer Gegenfrage: Gegen wen trittst du bei Google an? Ein Handwerksbetrieb mit lokalem Einzugsgebiet braucht deutlich weniger Aufwand als ein Onlineshop, der schweizweit mit grossen Anbietern konkurriert.

Hier findest du unsere Richtwerte in Franken für Audit, Umsetzung und Betreuung, die üblichen Preismodelle, drei Rechenbeispiele und die Warnsignale, die Google selbst für SEO-Angebote nennt.

Was kostet SEO in der Schweiz?

Was Suchmaschinenoptimierung für ein KMU kostet, zeigen die Richtwerte unserer Leistungsseiten:

Leistung Richtwert
Einmaliges Audit mit Prioritätenliste ab wenigen Hundert Franken
Onpage-Umsetzung, Firmenwebsite mit 10 bis 15 Seiten 1'500 bis 4'000 Franken
Laufende Betreuung ab rund 500 Franken im Monat

Onpage-Umsetzung heisst: Seitentitel, Überschriften, Texte und interne Links werden so überarbeitet, dass sie zu den Suchbegriffen deiner Kundschaft passen.

Den Preis bestimmt vor allem der Wettbewerb in deiner Branche. Weitere Faktoren sind die Zahl der Seiten, der technische Zustand der Website und die Frage, ob neue Inhalte geschrieben werden müssen.

Zum Vergleich international: In einer Umfrage von Ahrefs unter 439 SEO-Anbietern war eine Monatspauschale von 501 bis 1'000 US-Dollar am häufigsten (20,4 Prozent der Befragten), und 68,8 Prozent verlangten höchstens 2'000 US-Dollar im Monat (Ahrefs, aktualisiert im August 2024). Das sind keine Schweizer Preise, sie zeigen aber die Grössenordnung internationaler Monatspauschalen.

Was kostet SEO pro Monat? Drei Rechenbeispiele

Mit laufender Betreuung ab rund 500 Franken. Kommt im ersten Jahr die Onpage-Umsetzung dazu, sind es im Schnitt 625 bis 833 Franken pro Monat. Die folgenden Beispiele sind keine Kundenfälle, sondern Rechnungen mit den Richtwerten oben.

Handwerksbetrieb mit Einzugsgebiet. Ein Audit zeigt, was fehlt, die Umsetzung übernimmt der Betrieb selbst mit kostenlosen Google-Werkzeugen. Kosten: einmalig ab wenigen Hundert Franken, danach nur die eigene Zeit.

KMU mit mehreren Leistungen. Die Firmenwebsite wird onpage optimiert, danach folgt eine laufende Betreuung zum Einstiegspreis von 500 Franken im Monat. Ohne Audit sind das im ersten Jahr 1'500 + 12 × 500 = 7'500 Franken bis 4'000 + 12 × 500 = 10'000 Franken, im Schnitt also 625 bis 833 Franken pro Monat. Ein Audit kostet zusätzlich ab wenigen Hundert Franken.

Onlineshop, der schweizweit konkurriert. Hunderte Produktseiten und starke Mitbewerber machen SEO zur laufenden Aufgabe. Allein die Betreuung kostet ab 12 × 500 = 6'000 Franken im ersten Jahr. Audit und Umsetzung für die Produktseiten kommen dazu, ihren Umfang zeigt erst das Audit.

SEO-Kosten im ersten Jahr: Handwerksbetrieb ab wenigen Hundert, KMU 7'500 bis 10'000, Onlineshop ab 6'000 plus Umsetzung

Frag bei jeder Offerte nach, ob die Preise inklusive oder exklusive Mehrwertsteuer gelten. Bei Monatspauschalen macht das über ein Jahr einen spürbaren Unterschied.

Wie rechnen SEO-Anbieter ab?

Es gibt vier gängige Modelle.

Monatspauschale. Ein fester Betrag pro Monat für laufende Optimierung, Überwachung und Reporting. Laut Ahrefs rechnen 78,2 Prozent der befragten Anbieter so ab. Entscheidend ist, was pro Monat konkret geliefert wird.

Projektpreis. Ein fester Preis für einen klar umrissenen Auftrag, zum Beispiel ein Audit oder die Optimierung einer bestehenden Website. 48,9 Prozent der befragten Anbieter bieten das an.

Stundensatz. Sinnvoll für Beratung, Schulung oder einzelne Korrekturen, wenn du den Rest selbst machst. 34,8 Prozent der befragten Anbieter arbeiten auch so. Frag nach einem Kostendach.

So rechnen SEO-Anbieter ab: Monatspauschale 78,2 Prozent, Projektpreis 48,9 Prozent, Stundensatz 34,8 Prozent

Erfolgsabhängig. Bezahlt wird pro Anfrage oder pro erreichter Platzierung. Heikel wird es, wenn dafür eine Position zugesichert wird: Laut Google kann niemand eine Platzierung an erster Stelle garantieren (Google Search Central). Wer sich für garantierte Positionen bezahlen lässt, verspricht etwas, das er nicht in der Hand hat.

Was bekommst du für dein Geld?

Beim Audit eine Analyse mit Prioritätenliste, bei der Betreuung laufende Optimierung und ein monatliches Reporting. Was genau enthalten ist, sollte schriftlich festgehalten sein.

Ein Audit umfasst bei uns eine technische Analyse der Website, einen Keyword- und Wettbewerbscheck, die Bewertung von Seitentiteln und Überschriften, eine Prioritätenliste mit schnellen Verbesserungen und einen schriftlichen Report.

Eine laufende Betreuung umfasst die fortlaufende Optimierung der Seiten, technische Pflege und Überwachung, die Pflege des Google-Unternehmensprofils, ein monatliches Reporting und eine feste Ansprechperson.

Google nennt als typische Leistungen von SEO-Fachleuten unter anderem die Überprüfung von Inhalt und Struktur, technische Beratung, Keyword-Recherche, Schulungen und auch die Optimierung für Suchfunktionen mit generativer KI. Was es damit auf sich hat, erklärt unser Artikel zur Optimierung für KI-Antworten.

Wann sich etwas bewegt: Technische Verbesserungen zeigen oft nach vier bis acht Wochen erste Effekte. Bei Inhalten und Verlinkungen dauert es in der Regel drei bis sechs Monate, bis sich die Rankings spürbar verschieben.

Kann ich SEO selbst machen?

Zu einem guten Teil, ja. Google schreibt selbst, dass ein kleines lokales Unternehmen die meiste Arbeit wahrscheinlich selbst erledigen kann.

Zwei Werkzeuge von Google sind dafür kostenlos: die Google Search Console, die zeigt, wie deine Website in der Suche erscheint, und das Google-Unternehmensprofil, mit dem du in Google Maps und in der lokalen Suche erscheinst. Welche Schritte zuerst kommen, beschreibt der Artikel Wie wird eine Webseite bei Google gefunden?

Ein möglicher Mittelweg: ein Audit einkaufen und die Prioritätenliste selbst abarbeiten. Du bezahlst die Fachkenntnis einmal und setzt sie in eigener Zeit um. Wo Unterstützung bei der Umsetzung sinnvoll ist, zeigt unsere Seite zu Onpage SEO.

Woran erkennst du unseriöse SEO-Angebote?

Google selbst nennt klare Warnsignale (Google Search Central):

  • Garantierte Rankings oder die Behauptung, eine «besondere Beziehung zu Google» zu haben. Google nimmt kein Geld für Platzierungen, und Werbung bei Google verändert die normalen Suchergebnisse nicht.
  • Unaufgeforderte E-Mails von SEO-Anbietern.
  • Ein Pflicht-Link auf die Website des Anbieters. Darauf solltest du dich laut Google nicht einlassen.
  • Gekaufte Links. Links zu kaufen, um Rankings zu beeinflussen, verstösst gegen Googles Spam-Richtlinien. Die Folge können schlechtere Platzierungen oder das Verschwinden aus den Ergebnissen sein (Google Search Central).
  • Mehr Zugriff als nötig. Für ein Audit genügt laut Google ein Lesezugriff auf die Search Console.

Warnsignale in einer SEO-Offerte: garantierter Platz 1, besondere Beziehung zu Google, Pflicht-Link, gekaufte Links

Laut Google bist du selbst verantwortlich für das, was eine von dir beauftragte Firma unternimmt. Frag deshalb nach Beispielen früherer Arbeiten, nach dem erwarteten Zeitrahmen und danach, wie der Erfolg gemessen wird.

Worauf du bei Offerten allgemein achten solltest, steht im Artikel Was kostet eine Website in der Schweiz?

So findest du dein SEO-Budget

  1. Search Console einrichten. Sie ist kostenlos und zeigt nach einigen Tagen, für welche Begriffe du bereits erscheinst.
  2. Ein Audit machen lassen. Es zeigt, wo die grössten Hebel liegen und wie viel Arbeit dahintersteckt.
  3. Entscheiden. Selbst umsetzen, ein Projekt vergeben oder laufend betreuen lassen.
  4. Nach drei bis sechs Monaten prüfen. Erst dann lässt sich beurteilen, ob sich die Investition lohnt.

Wie wir dabei vorgehen, steht auf unserer Seite zur Suchmaschinenoptimierung.

Häufige Fragen

Was kostet SEO pro Stunde?
International am häufigsten 75 bis 100 US-Dollar: So viel verlangten in der Ahrefs-Umfrage 24 Prozent der Befragten. Schweizer Vergleichszahlen dazu haben wir nicht gefunden. Ein Stundensatz passt vor allem für Beratung, Schulung oder einzelne Korrekturen. Vereinbare dabei ein Kostendach, damit der Aufwand planbar bleibt.
Ist ein SEO-Freelancer günstiger als eine Agentur?
Im Durchschnitt ja, zumindest international. In der Ahrefs-Umfrage lag die Monatspauschale bei Agenturen im Schnitt bei 3'209 US-Dollar, bei Freelancern bei rund 1'349 US-Dollar. Vergleichbare Schweizer Zahlen haben wir nicht gefunden. Vergleiche deshalb nicht nur den Preis, sondern auch, was geliefert wird, wer bei Ausfällen einspringt und wie berichtet wird.
Was kostet ein Backlink?
Idealerweise nichts ausser Arbeit. Links zu kaufen, um das Ranking zu beeinflussen, verstösst gegen Googles Spam-Richtlinien. Bezahlte Links müssen laut Google mit «sponsored» oder «nofollow» gekennzeichnet sein, also mit einem Vermerk im Code, der sie als bezahlt ausweist. Seriöser Linkaufbau entsteht über Partnerschaften, Fachbeiträge und passende Verzeichnisse, wie auf unserer Seite zu [Offpage SEO](/offpage-seo-service) beschrieben.
Ist Google Ads günstiger als SEO?
Das hängt vom Zeitraum ab. Google Ads bringt ab dem ersten Tag Sichtbarkeit, kostet aber bei jedem Klick. Mit den Richtwerten unserer Leistungsseite, Einrichtung ab etwa 1'200 Franken, Werbebudget ab 500 und Betreuung ab 400 Franken im Monat, sind das im ersten Jahr ab 1'200 + 12 × (500 + 400) = 12'000 Franken. SEO braucht Monate, wirkt dann aber ohne Klickkosten. Mehr dazu auf unserer Seite zu [Google Ads](/google-ads-service-schweiz).
Jonathan Lao, Geschäftsführer der PortalWeb GmbH

Geschrieben von

Jonathan Lao

Geschäftsführer, PortalWeb GmbH

Jonathan Lao ist Geschäftsführer der PortalWeb GmbH mit Sitz in Altdorf, Kanton Uri. Er begleitet Schweizer KMU bei der Konzeption und Entwicklung von Unternehmenswebsites und Online-Shops sowie bei Suchmaschinenoptimierung und Online-Marketing.