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Website erstellen: In 8 Schritten zur Firmenwebsite

Jonathan Lao6 Min. Lesezeit

Kurze Antwort

Eine Website erstellen heisst in der Schweiz: Ziel und Inhalte klären, Domain und System wählen, Seiten gestalten, Impressum und Datenschutzerklärung ergänzen, bei Google anmelden und live gehen. Für eine einfache Firmenwebsite rechnen wir ab rund 800 Franken und vier bis sechs Wochen ab dem Startgespräch.

Website erstellen in acht Schritten: von Ziel und Inhalten über Domain und System bis zum Livegang

Eine Website erstellen klingt nach einer technischen Aufgabe. Entschieden wird aber vorher: Was soll die Seite leisten, welche Inhalte braucht sie, und wer schreibt die Texte?

Dieser Artikel führt durch die acht Schritte, die bei einer Firmenwebsite in der Schweiz anfallen – von der Zielsetzung über Domain, System und Gestaltung bis zu Impressum, Datenschutz und Livegang. Bei jedem Schritt steht, was zu entscheiden ist und ob du ihn selbst übernehmen kannst.

Die acht Schritte im Überblick

Eine Firmenwebsite entsteht in acht Schritten: Ziel, Inhalte, Domain, System, Gestaltung, Recht, Suchmaschinen, Livegang. Die Reihenfolge ist kein Zufall, denn jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf.

Das KMU-Portal des Bundes beschreibt denselben Kern: zuerst den Domain-Namen wählen und seine Verfügbarkeit prüfen, dann die Website aufbauen, danach Inhalte und Gestaltung und erst zum Schluss einen allfälligen Online-Verkauf (KMU-Portal des Bundes).

Die acht Schritte zur Firmenwebsite: Ziel, Inhalte, Domain, System, Gestaltung, Recht, Suchmaschinen, Livegang

Für eine überschaubare Firmenwebsite rechnen wir mit vier bis sechs Wochen ab dem Startgespräch, bei kleineren Projekten mit zwei bis drei Wochen. Der grösste Zeitfaktor bist dabei meist du: Texte, Bilder und Freigaben. Wie sich der Zeitplan verteilt, zeigt unser Artikel wie lange eine Website dauert.

Schritt 1 bis 3: Ziel, Inhalte und Domain

Am Anfang steht eine Aufgabe, keine Gestaltung. Formuliere in einem Satz, was die Website bringen soll: Anfragen über ein Formular, Anrufe, Bewerbungen oder reservierte Termine. Daran misst du später, ob sie funktioniert.

Schritt 2, die Inhalte. Das KMU-Portal nennt als Inhalte einer guten Seite die Produkte und Dienstleistungen, die Öffnungszeiten, die Telefonnummer, die Postadresse und die E-Mail-Adresse. Dazu kommen Vertrauenselemente wie Referenzen, Teamporträts oder Zertifikate. Sammle Texte und Bilder, bevor die Gestaltung beginnt.

Schritt 3, die Domain. Eine .ch-Adresse registrierst du nicht direkt beim Register, sondern bei einem akkreditierten Registrar. Die Registerbetreiberin Switch führt das Register im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation (nic.ch). Die Preise setzen die Registrare selbst: Bei Hostpoint kostet eine .ch-Domain im ersten Jahr 5 Franken und ab dem zweiten Jahr 15 Franken jährlich, je inklusive Mehrwertsteuer (Hostpoint, geprüft am 15. Oktober 2026).

Schritt 4 und 5: System wählen und Seiten gestalten

Für die Umsetzung gibt es drei Wege: einen Baukasten, ein Content-Management- System wie WordPress oder eine eigene Entwicklung. Ein Content-Management-System ist eine Software, mit der du Inhalte selbst änderst, ohne zu programmieren.

Das KMU-Portal bezeichnet Baukästen und WordPress als günstig, effizient und benutzerfreundlich und empfiehlt, bei komplexen, dynamischen Websites Fachleute beizuziehen. Welches System zu welchem Betrieb passt, vergleicht unser Artikel zu WordPress, Shopify und Eigenentwicklung.

Schritt 5, die Gestaltung. Zuerst die Struktur, dann die Optik: Welche Seiten gibt es, wie heissen sie in der Navigation, was steht auf dem Handy zuoberst? Das KMU-Portal rät zu Logo und Slogan oben links, zur Telefonnummer oben rechts, zu einer Breadcrumb-Navigation, die den Weg zur aktuellen Seite zeigt, und bei vielen Inhalten zu einer internen Suche. Prüfe jede Seite zuerst auf dem Smartphone.

Schritt 6: Impressum und Datenschutz in der Schweiz

Zwei Gesetze betreffen fast jede Firmenwebsite. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verlangt von allen, die Waren, Werke oder Leistungen im elektronischen Geschäftsverkehr anbieten, klare und vollständige Angaben über die eigene Identität und die Kontaktadresse einschliesslich der E-Mail-Adresse (UWG Art. 3 Abs. 1 Bst. s, SR 241, Stand 1. Januar 2025).

Die Pflicht knüpft am elektronischen Geschäftsverkehr an und nicht an jeder Seite im Netz. Wo genau die Grenze liegt, ist Auslegungssache. Wir empfehlen deshalb jedem Betrieb ein Impressum mit Firma, Adresse, E-Mail-Adresse und Telefonnummer.

Datenschutzerklärung. Das Datenschutzgesetz verlangt, dass du die betroffene Person bei der Beschaffung von Personendaten angemessen informierst, mindestens über Identität und Kontaktdaten, Bearbeitungszweck und Empfänger. Gehen Daten ins Ausland, nennst du auch den Staat (DSG Art. 19, SR 235.1). Das betrifft schon ein Kontaktformular oder eine Statistik-Software.

Rechtslage geprüft im Oktober 2026. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.

Schritt 7 und 8: Sichtbar werden und live gehen

Bei Suchmaschinen geht es laut Google darum, sie beim Verstehen der Inhalte zu unterstützen. Die meisten Websites findet Google von selbst, man müsse normalerweise nichts weiter tun, als die Website im Web zu veröffentlichen (Google SEO-Starterleitfaden). Eine Garantie gibt es allerdings nicht: Google hält fest, dass weder das Crawling noch die Indexierung zugesichert sind (So funktioniert die Suche).

Drei Dinge lohnen sich beim Start: pro Seite ein eigener, klarer Seitentitel, beschreibende Alt-Texte bei Bildern und ein Konto in der Google Search Console, mit dem du die Leistung deiner Seite beobachtest. Was dahintersteckt, erklärt unser Artikel dazu, was SEO ist.

Schritt 8, der Livegang. Vor dem Aufschalten prüfst du jede Seite auf dem Handy, verschickst das Kontaktformular einmal selbst und richtest für jede alte Adresse eine Weiterleitung auf die neue ein. Nach dem Start brauchen Änderungen Zeit: Manche wirken laut Google innerhalb weniger Stunden, andere erst nach mehreren Monaten.

Was kostet es, eine Website zu erstellen?

Unsere Richtwerte: Eine einfache Firmenwebsite mit wenigen Seiten beginnt bei rund 800 Franken. Für eine umfangreichere Seite mit individuellem Design, mehreren Leistungsbereichen und SEO-Grundlagen liegt der Rahmen bei 3'000 bis 8'000 Franken.

Was eine Firmenwebsite kostet: einfache Seite ab 800 Franken, umfangreiche 3'000 bis 8'000, Domain ab 15 im Jahr

Dazu kommen laufende Kosten: die Domain ab 15 Franken im Jahr, das Hosting, allenfalls Lizenzen und die Pflege. Ein Baukasten verschiebt die Kosten von einmalig zu monatlich und nimmt dir dafür Arbeit ab.

Den genauen Preis nennen wir erst nach einem Gespräch, weil er vom Umfang abhängt. Woraus sich eine Offerte zusammensetzt, steht im Artikel was eine Website kostet.

Selber machen oder machen lassen?

Diese Frage lässt sich pro Schritt beantworten, nicht für das ganze Projekt. Eine Aufteilung, die für kleine Betriebe aufgeht:

Schritt Selbst machbar Besser mit Hilfe
Ziel und Inhalte Ja, nur du kennst den Betrieb Texte redigieren
Domain Ja Umzug einer bestehenden Adresse
System und Gestaltung Baukasten ja Eigenes Design, mehrere Sprachen
Recht Vorlage prüfen Shop, Buchung, heikle Daten
Suchmaschinen Grundlagen ja Starker Wettbewerb in der Branche
Livegang und Pflege Inhalte ja Technik, Updates, Sicherheit

Selber machen oder machen lassen: Ziel, Inhalte und Domain selbst, Gestaltung, Recht und Technik mit Hilfe

Für eine digitale Visitenkarte mit fünf Seiten reicht ein Baukasten. Sobald Buchungen, ein Shop, mehrere Sprachen oder eine Anbindung an bestehende Systeme dazukommen, wird es aufwendig, und auch das KMU-Portal empfiehlt dann Fachleute. Die Abwägung mit Zahlen steht in unserem Artikel dazu, ob man eine Webseite selber macht oder machen lässt.

So gehst du vor

  1. Ziel aufschreiben. Ein Satz mit einer messbaren Grösse, zum Beispiel Anfragen pro Monat.
  2. Seitenliste erstellen. Welche Seiten braucht es, welche Texte und Bilder fehlen noch?
  3. Domain sichern. Wunschnamen bei einem Registrar abfragen und gleich registrieren, auch wenn der Start später erfolgt.
  4. Weg wählen. Einen Baukasten testen oder zwei bis drei Offerten einholen und dabei Umfang, Rechte an den Dateien und laufende Kosten vergleichen.
  5. Termin setzen. Ein Datum für den Livegang hält das Projekt in Bewegung.

Wie wir eine Firmenwebsite aufbauen, von der Struktur bis zur Übergabe, steht auf unserer Seite zur Unternehmenswebseite.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Website, Webseite und Homepage?
Die Website ist der gesamte Auftritt unter einer Adresse, eine Webseite ist eine einzelne Seite davon, und die Homepage ist die Startseite. Im Alltag werden die drei Begriffe gemischt verwendet, auch in Offerten. Frag im Zweifel nach, ob der Preis für den ganzen Auftritt oder nur für eine Unterseite gilt.
Kann ich eine Website kostenlos erstellen?
Erstellen ja, betreiben kaum. Baukästen bieten Gratis-Tarife an, zeigen darin aber meist Werbung und erlauben nur eine Adresse der Form name.anbieter.ch. Zu einem Betrieb gehört eine eigene Domain, und die kostet bei Hostpoint ab dem zweiten Jahr 15 Franken jährlich. Dazu kommt der Tarif ohne Werbung.
Wie viele Seiten braucht eine Firmenwebsite?
Sechs reichen für den Anfang: Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt, Impressum und Datenschutzerklärung. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern dass jede Leistung, die du verkaufen willst, eine eigene Seite erhält. Bei drei Leistungen sind das drei Seiten statt einer Sammelseite.
Wie finde ich einen guten Domainnamen?
Kurz, sprechbar und überall gleich: Das KMU-Portal rät, denselben Namen für die Website und die sozialen Netzwerke zu verwenden. Prüfe die Verfügbarkeit bei einem Registrar, bevor du Logo und Drucksachen bestellst. Einen bereits vergebenen Namen zurückzukaufen ist laut KMU-Portal langwierig und teuer.
Jonathan Lao, Geschäftsführer der PortalWeb GmbH

Geschrieben von

Jonathan Lao

Geschäftsführer, PortalWeb GmbH

Jonathan Lao ist Geschäftsführer der PortalWeb GmbH mit Sitz in Altdorf, Kanton Uri. Er begleitet Schweizer KMU bei der Konzeption und Entwicklung von Unternehmenswebsites und Online-Shops sowie bei Suchmaschinenoptimierung und Online-Marketing.